Wir wollen eine bessere Wissenschaftskultur für alle.

Die Arbeit an der Hochschule soll sich durch Nachhaltigkeit, Diversität und Chancengleichheit auszeichnen: Nur so kann wissenschaftliche Exzellenz erreicht werden. Better Science zeigt, wie Hochschulangehörige, Teams und Institutionen ein faires, wertschätzendes und verantwortungsvolles Umfeld schaffen können. 

 

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Was kann ich tun?

Ein Kulturwandel hin zu einer diversen, chancengleichen und nachhaltigen Kultur an Hochschulen kann von allen Hochschulangehörigen getragen werden. Egal, in welcher Rolle Sie sich befinden: Sie haben mehr Einfluss als Sie denken. Finden Sie heraus, was Sie heute konkret anstossen können. Unsere Anleitungen sind erprobte Praktiken aus dem Hochschulbetrieb. 

Good practices teilen

Ermutigen Sie Forschende und Hilfspersonal, Zeit und Raum zu finden, um sich zu treffen und Ideen und Erfahrungen auszutauschen. Durch die Einbeziehung anderer Abteilungen, Einrichtungen und Sektoren können sich die Diskussionen auf die Verbesserung der Forschungsintegrität und -kultur konzentrieren. Es könnenum good practices ausgetauscht werden, was funktioniert hat, was nicht und welche Auswirkungen es hatte.

Sorgfältiges Peer-Review

Der Peer-Review-Prozess kann nicht nur Einfluss darauf haben, ob eine Publikation angenommen oder abgelehnt wird, sondern auch den Autor*innen wertvolles Feedback geben. Wenn Sie eine Veröffentlichung begutachten, bemühen Sie sich, die Arbeit Ihrer Kolleg*innen zu verbessern anstatt zu denunzieren.

  • Kommunizieren Sie sorgfältig und freundlich
  • Ziehen Sie keine Schlüsse über die Qualität einer Arbeit aufgrund der Namen und Zugehörigkeiten der Autor*innen
  • Konzentrieren Sie sich auf die Forschung und nicht auf die Sprache
  • Schlagen Sie, wenn möglich, Verbesserungen vor, anstatt nur auf Fehler hinzuweisen.

Über Erfolge sprechen

Die Sichtbarmachung von unternommenen Anstrengungen und implementierten Massnahmen zur Verbesserung von Wissenschaftskultur, Evaluation und Führungsqualität ist wichtig, um Unterstützung zu finden und als Vorbild funktionieren zu können. Tun Sie Gutes und sprechen Sie darüber!

Nein sagen

"Nein" sagen zu Anfragen, Möglichkeiten, Projekten ist ein Skill, der gelernt werden muss: Wir sagen meistens automatisch Ja, wenn wir um etwas gebeten werden. Um zu lernen, besser Nein sagen zu können, kann eine Liste der getroffenen Entscheidungen geführt werden und es können Prioritäten und Limits gesetzt werden (z.B. nur 1 Peer review pro Monat). Es braucht klare Kriterien, um eine Entscheidung treffen zu können. Diese können folgendermassen aussehen:

  • Passt diese Gelegenheit zu meinem Forschungsprogramm und meiner Identität?
  • Macht mir das Commitment Spass?
  • Habe ich die Zeit, eine gute Arbeit zu leisten, ohne bestehende Verpflichtungen zu opfern?
  • Lässt die Gelegenheit Raum für mein Privatleben?
  • Bin ich in einzigartiger Weise qualifiziert, diese Aufgabe zu erfüllen?

Nächste Veranstaltung

Online lunch event: Slow Science in Times of AI

Artificial intelligence promises faster research: automated analysis, generated text, shorter publication cycles. The Slow Science Movement argues that good research needs time, reflection and careful collaboration. This event examines what slow science can mean in an AI driven research environment.

David Ginsbourger, Professor of Statistical Data Science and Director of the Institute of Mathematical Statistics and Actuarial Science, University of Bern, presents STRADA (www.strada.unibe.ch), the university's initiative connecting disciplinary knowledge with AI methods. He discusses opportunities and limits of AI for scientific practice.

Dr. Matteo Negri of the Slow Science Movement (www.slow-science.com) present their demands addressed to funders, institutions, publishers and researchers: more time for reflection, broader evaluation criteria, incentives for careful review, and stronger collaboration among researchers.

The event raises questions for discussion: Where can AI create room for reflection instead of adding pressure? Which research tasks gain from automation, and which lose quality when accelerated? Can AI even provide tools for slow science?

25. November 2026, 12:15
Online

Wir gestalten Wissenschaftskultur

Wer, wenn nicht wir? Stimmen aus dem Hochschulalltag.

I wholeheartedly agree with the demands of the better science initiative and fully support the call to rehtink current pressures in the university environment, especially for womxn, whose career paths are still delayed or obstructed by a system that does not recognize care work as crucial social work.

Laura Nkula

Better Science: Une initiative aussi bienvenue que nécessaire. Il en va de la qualité de la science comme du bien-être et de la santé des chercheurs et enseignants.

Christiane Kreitlow

Das Wissenschaftssystem schreit nach Optimierung, Better Science muss her!

Anita Martin

La science est présentée comme un accomplissement individuel, la réalisation d'une carrière académique comme l'aboutissement d'efforts individuels. Or, l'inverse est vrai : la science est le produit d'un intense travail d'équipe, réalisé au sein d'institutions complexes. Il est temps de désindividualiser l'approche, de chercher des approches collectives qui tiennent compte, accompagnent et se nourrissent des parcours individuels.

Séveric Yersin

I'm a supporter of the 'BETTER SCIENCE' principle. I firmly believe that such principles should be promoted throughout academic and research environments.

Nina Bono

Science is for everyone, therefore we must appreciate diverse backgrounds, career path and lifestyles.

Michael Raissig

Zehn Handlungsaufforderungen für eine bessere Wissenschaftskultur

Machen Sie Ihre Unterstützung für eine faire und nachhaltige Wissenschaftskultur sichtbar.